Nagykanizsa liegt nicht weit vom Balaton, bei Zalakaros mit dem berühmten Thermalbad, zwischen den Berglehnen des Zala-Kuppengebirges. Die Bundesstraße Nr. 7 führt durch die Stadt, und hierher führen auch die Bundesstraßen Nr. 61 und 74. Die Bahnlinien: Budapest-Székesfehérvár-Nagykanizsa, Szombathely-Nagykanizsa und Pécs-Nagykanizsa. Seit Jahrhunderten ist Nagykanizsa das Verbindungsglied zwischen Nord und West, sowie Ost und West. Die Stadt spielte immer im Handel eine wichtige Rolle.
Nagykanizsa verfügt über eine wechselhafte Geschichte: die Stadt war schon in der Urzeit bewohnt, später lebten hier die Römer. Den Namen von Kanizsa können wir zuerst 1245 im Verleihungsdekret von Adalbert IV. in Form "Knysa", deren Bedeutung: Es gehört dem Herzog, dem Fürsten.
Ein Brief von Karl Robert deutet darauf hin, dass Kanizsa einst auch eine Burg hatte. Während der Kämpfe gegen die Türken, vor allen Dingen nach dem Fall von Szigetvár spielte die Burg von Kanizsa mit Führung des Burghauptmannes György Thúry an der Spitze eine wichtige Schutzrolle. Nach der Befreiung der Burg - 1690 - entschied Wien über das Schicksal von Kanizsa: Die Burg wird abgerissen, aber von ihren Steinen werden in den 1700-er Jahren viele Gebäude gebaut. Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten gehört auch heute noch die Kirche der Unterstadt (das Weihwasserbecken wurde aus einem türkischen Grabstein ausgehauen), sowie das älteste Gebäude der Stadt, in dem sich das György Thúry Museum mit einem im Hof stehenden Brunnen aus der Zeit der Türken funktioniert. Das Burgtor-Denkmal aus 1998 bewahrt das Andenken der Burg. Die Glanzperiode der Stadt war im 19. Jh.: Zuerst wurde sie das Handelszentrum der Gegend, später das Verwaltungs- und Kulturzentrum. Nach dem Ausbau der Bahnlinien wurde sie ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Auch die jetzige Form der Stadt bewahrt die Atmosphäre der alten Zeiten, daneben verfügt die Stadt über hügelige Straßen und viele Parkanlagen.
Auf dem Hauptplatz der Stadt steht das Wahrzeichen von Nagykanizsa, das Vasemberház (das Haus des eisernen Mannes). Es wurde nach einem Panzerkrieger benannt, der neben dem Gebäude steht, und das Firmenschild eines Eisenhändlers war. Das Kulturleben der Stadt ist ziemlich lebhaft, es werden viele gastronomische-, traditionelle- und Musikprogramme veranstaltet. Eine bedeutungsvolle Veranstaltung ist der Tag der Stadt (Város Napja) im April und die Stelzbeinspiele, an denen sich sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen vergnügen.
Die Stadt ist unter den Jazzfreunden bekannt, hier werden im Juli das Cserfő-Jazzland und im Oktober das Internationale Jazzfestival veranstaltet. Auch das Wein- und Dödöllefestival hat eine wichtige Rolle unter den Veranstaltungen, an diesem Fest können die Weinhersteller ihre eigenen Weine vorstellen. Man kann eine spezielle Speise, das Dödölle aus Zala kosten. Die sich aktiv erholen möchten, können ihre Freizeit mit der Entdeckung der Naturschätze der Gegend, mit Fahrradfahren, Reiten, Sporttreiben, Wanderungen verbringen. Der am Rand der Stadt liegende See und die Umgebung bietet Ruder-, Angel-, Schlittschuh- und Wandermöglichkeiten. Die Jagdfreunde verlassen diese Gegend auch nicht mit leeren Händen, weil der Wildbestand der umliegenden Wälder (Rothirsch, Wildschwein) das Einsammeln von neuen Trophäen ermöglicht.


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Hungary - Nagykanizsa


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Sonntag, 22. April 2018. - 04:55:35