Durch die Angliederung des Siedlungsteils Somos erhöhte sich die Einwohnerzahl der Gemeinde auf 650. Sie liegt bei der einzigen Fähre, die die beiden Ufer verbindet und auch Fahrzeuge liefert. Deshalb wurde sie das nördliche Tor von Somogy benannt. Ihre Geschichte ist mit der Geschichte der Fähre eng verbunden. Die Siedlung wird schon in der Gründungsurkunde von Tihany aus 1055 erwähnt. Die erste Mole und der Hafen der Fähre wurden 1802 gebaut, 1928 setzte die erste motorisierte Fähre über, ab 1958 können auch Lastkraftwagen und Autobusse geliefert werden. Die andere Attraktion der Siedlung ist Szántódpuszta, eine geschützte Meierei mit all ihren Gebäuden, mit einer Kapelle aus dem 19. Jahrhundert, mit Landsitz, Tscharda, Gesindehäusern und Wirtschaftsgebäuden. Die Pussta schenkte András I. dem Tihanyer Benediktinerkloster, welches sie mit einer kürzeren Unterbrechung bis Mitte des 20. Jahrhunderts besaß. Die moderne Wirtschaft und das heutige Gebäudekomplex stammen aus der Reformzeit. In den 1970-er-Jahren wurde es ein Zentrum des Fremdenverkehrs mit Museumräumen, Unterkunftsmöglichkeiten, Gaststätten und einer Reiterschule. Die in den früheren Gesindehäusern eingerichteten Ausstellungen zeigen das frühere Leben in der Pussta, die Kultur der Landarbeiter, die Geschichte der Tihanyer Fähre und die Tätigkeit des Dichters Ádám Pálóczi Horváth, der 1787-1790 Pächter der Pussta war. Im Prachtsaal des Landsitzes werden Kunstausstellungen veranstaltet, in seinem Keller sind die Gerätschaften der Weinbaukultur auf dem Berg Kő-hegy gezeigt. Szántódpuszta erhielt 1955 den Europa-Nostra-Preis. An der zur Fähre führenden Straße steht die 1840 errichtete Rév-Tscharda, mit einem Gedenktafel des Dichters Mihály Csokonai Vitéz. Am Rande der Gemeinde erblickt man den Heiligen Christophorus mit dem Jesuskind auf dem Arm von László Botfai Hűvös aus 1939. Der Heilige Christophorus ist der Schutzpatron der Pilger und der Schiffer. In Szántódpuszta werden Treffen von internationaler Bedeutung, wie z.B. im Sommer ein Wettbewerb im Gespannfahren-Doppel sowie eine internationale Hundeausstellung veranstaltet. Die Kirmes und die Messe am Jakobstag (am Wochenende der Woche, in die auch der 25. Juli fällt) ziehen viele Besucher an. Von der Eisenbahnstation Szántód-Kőröshegy führt die rote Touristenmarkierung im schattigen Wald in die Gemeinde Balatonendréd, wo im Spitzenhaus berühmte Volkskunstwerke des Dorfes, schöne Spitzen zu sehen sind. Die grüne Markierung führt von der Fähre über ein für heute aufgeschüttetes, einst sumpfiges Gebiet nach Szántódpuszta.


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Montag, 27. März 2017. - 18:25:21