Stadt mit 162 300 Einwohnern am Ufer der Theiß. Wirtschafts- und Kulturzentrum mit reicher Vergangenheit sowie Universitätsstadt.

Auf dem Gebiet von Serbien und Montenegro, am linken Ufer der Theiß, südlich von Szeged befindet sich ein Dorf mit dem Namen Gyála (serbisch Djala). Zu diesem Dorf gehörte die Wiese Gyálarét, die damals noch unbewohnt war, demzufolge auch nicht existierte. Die Regelung der Theiß verursachte letztendlich das Zerreißen von Gyála, denn die Krümmung des Flusses wurde begradigt, die so gerade das Dorf in zwei Teile teilte. Damit wurde das Dorf und seine Wiese getrennt (Dombi, 2002). Im Jahre 1950 bekam die Siedlung den Namen Gyálarét, die seit 1973 zu Szeged gehört, sie ist also heute keine selbständige Gemeinde mehr.

Szeged wurde erstmals authentisch 1183 (in einer Urkunde vom König Béla III.) erwähnt, erhielt dann vor mehr als 750 Jahren nach dem Mongolensturm eine steinerne Burg und Stadtrecht. Das Hochwasser der Theiß überschwemmte am 12. März 1879 die Siedlung, die damals 70 000 Einwohner hatte. Szeged wurde von Spenden aus Ungarn und dem Ausland in 5 Jahren als moderne Großstadt wieder aufgebaut. Die Struktur der Stadt wurde nach Plänen von Lajos Lechner mit Ringstraßen und Alleen gestaltet.

Auf dem Domplatz vor der Votivkirche werden seit den 1930er Jahren im Juli und August die Freiluftspiele Szeged, das wichtigste Kulturprogramm der Stadt veranstaltet.

In den umliegenden Gebäuden sind Universitätsinstitute, der Bischofssitz und die Theologische Akademie untergebracht. Das älteste Baudenkmal ist der Sankt Demetrius-Turm, Überrest einer mittelalterlichen Kirche aus dem 12. Jahrhundert, der heute als Taufkapelle dient. Die serbische Kirche wurde 1778 nach dem Auftrag der örtlichen orthodoxen Gemeinde vollendet. Das Kárász-Haus wurde 1845 in klassizistischem Stil gebaut. Von seinem Balkon hielt Lajos Kossuth am 12. Juli 1849 seine letzte Rede in Ungarn.
Die Jungfraukirche (Havi Boldogasszony temploma) wurde an der Stelle einer Kirche aus der Zeit der Árpáden im 15. Jahrhundert errichtet. Zum Schiff mit Netzgewölbe wurde 1503 ein Chor mit Sterngewölbe gebaut. Es geht dabei um eines der schönsten ungarischen Beispiele der reifen Gotik.

Berühmte Söhne von Szeged sind unter anderem der Dichter Gyula Juhász und der Operettenkomponist Jenő Huszka.
Der Nobelpreisträger Professor Albert Szent-Györgyi arbeitete die moderne Herstellungsmethode der Vitamine C an der Universität der Stadt aus.

Wichtigste Ausstellungsstellen der Stadt, die über unzählige weitere Sehenswürdigkeiten verfügt, sind das Ferenc Móra-Museum, das Salami- und Paprikamuseum, das Burgmuseum und die Sternwarte. Zu den Naturdenkmälern gehören der botanische Garten, der Wildpark sowie Fehér-tó und Sas-ér in der Umgebung.


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Freitag, 15. Dezember 2017. - 01:50:51