Die Siedlung mit 1000 Einwohnern liegt in der direkten westlichen Nachbarschaft des Badacsony. Früher war sie eine Insel, als der Wasserstand des Balaton noch höher war, heute streckt sie sich als Halbinsel in den See. Es gibt nur einige Gebiete in Ungarn, das von der Schönheit der Natur so stark geprägt ist. Auf den Felsen erhebt sich die 730-jährige Burg, welche die Abtei von Pannonhalma gebaut wurde, darunter stehen die mit Schilf bedeckten Häuser des Dorfes im Halbkreisbogen, stufenweise gruppiert.

Die neuen Straßen durchziehen die Täler in südlicher Richtung am Fuße der Hügel Majális-domb, Kámon-kő, Soponya-tető, Királyné szoknyája und Akasztó-hegy bis zu dem Balatonufer. Unter dem Burgberg entstand eine kleine Siedlung, als Folge des Lebens in der Grenzfestung, die auch eine Kirche hatte. Die Burg von Pannonhalma gelang in königlichen Besitz, dann war sie von 1521 Jahrhunderte lang das Eigentum der Familie Tóti-Lengyel.

Die Burg auf dem steilen Gipfel konnten die Türken, trotz mehrerer Belagerungen nicht erstürmen, die Siedlungen um die Burg wurden aber verbrannt. Damals war diese Burg die Stärke des Grenzfestungssystems in der Region, der Hafen der ungarischen Flotte (der Bootsleute). Die Burg wurde 1702 nach dem Befehl des Kaisers Leopold gesprengt. Das Dorf hat seine charakteristische Siedlungsstruktur bewahrt, das ganze Zentrum des Altdorfes steht unter Denkmalschutz.

Die "Tóti-Lengyel-Landsitz" unter der Burg wurde im Barockstil erbaut, heute ist sie ein Gasthaus. Im Zentrum der Gemeinde steht das klassizistische Esterházy-Schloss, das heute ein Schriftstellerheim ist. Der Park von 12 Acker ist ein geschütztes Arboretum (es gibt z. B. 150 verschiedene Tannenarten hier). Östlich von der Gemeinde, über der alten Übergangsstelle steht der Turmrest der Kirche Avas-templom aus der Zeit der Arpaden, der sog. Csonkatorony. Ein neues Interesse ist der Segelboothafen neben dem normalen Hafen.

Die Galerie Szigliget befindet sich neben der römisch-katholischen Kirche in einem mit Schilf bedeckten Haus, in der ehemaligen Grundschule. Die Ausstellungen können gratis besucht werden. Hier sind auch gewerbliche Schauen von drei Handwerkwerkstätten zu sehen (Glasschleifer, Töpfer, Textilbearbeiter). Im ganzen Jahr werden niveauvolle Programme veranstaltet, das wichtigste ist die in den ersten Augustwochen veranstaltete Sommertage von Szigliget (Volkstanz, Bläserkonzerte, Sport und leichte Musik).

Von den Herbstprogrammen sind das Weinlesefest und das Sanderfestival interessant. In der Galerie gibt es vom Juli bis Ende August verschiedene Ausstellungen. Die natürlichen Gegebenheiten von Szigliget ermöglichen Wanderungen und Radfahrtouren im ganzen Jahr. Auf dem im vorigen Jahr übergebenen Lehrpfad spazierend kann man die Traditionen und die natürliche Gegebenheit der Siedlung kennen lernen.


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Mittwoch, 29. Juni 2016. - 23:42:21